Dies & Das

Lesestoff

Listen mit Büchern sind eine heikle Sache: Entweder werden die falschen Werke genannt oder die wichtigsten fehlen. Wir wagen es trotzdem – und haben Bücher ausgewählt, die man nach der Lektüre so schnell nicht wieder vergisst. Manche prägten schon Generationen von Psychiatern, andere sind noch ganz jung und entfalten gerade ihre Wirkung.

Ist das normal?

Zwischen Hunderten von Patienten als jüngster Sohn des Direktors einer  Kinder- und Jugendpsychiatrie aufzuwachsen? Der junge Held in Joachim Meyerhoffs Roman kennt es nicht anders – und mag es sogar sehr. Liebevoll und komisch erzählt der Roman von einer außergewöhnlichen Familie an einem außergewöhnlichen Ort.

Joachim Meyerhoff: Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war. Kiepenheuer & Witsch, 2013

Pionierwerk der Psychiatrie

1845 leitete Wilhelm Griesinger eine Wende im Selbstverständnis der Psychiatrie ein. Er unternahm den Versuch, das Fach aus der medizinischen Pathologie zu begründen: Er betrachtete psychische Erkrankungen als Gehirnkrankheiten, war aber gleichzeitig um eine Synthese somatischer und psychogener Erklärungen bemüht war. Sein Werk bleibt damit bis heute aktuell.

Wilhelm Griesinger: Die Pathologie und Therapie der psychischen Krankheiten, für Ärzte und Studirende. Krabbe, 1845, heute abrufbar über deutschestextarchiv.de