Dies & Das

Bücherregal

Listen mit Büchern sind eine heikle Sache: Entweder werden die falschen Werke genannt oder die wichtigsten fehlen. Wir wagen es trotzdem – und haben Bücher ausgewählt, die man nach der Lektüre so schnell nicht wieder vergisst. Manche prägten schon Generationen von Psychiatern, andere sind noch ganz jung und entfalten gerade ihre Wirkung.

Das Standardwerk der Sozialpsychiatrie

Seit 40 Jahren prägt Klaus Dörners und Ursula Plogs Irren ist menschlich die moderne Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Das Buch hat deutlich gemacht, dass es auf die Haltung ankommt, mit der sich Behandler und Mitmenschen den Betroffenen und den Phänomenen nähern. Das Werk wurde mehrfach grundlegend überarbeitet, zuletzt 2016.

Klaus Dörner, Ursula Plog, Thomas Bock, Peter Brieger, Andreas Heinz, Frank Wendt: Irren ist menschlich. Lehrbuch der Psychiatrie und Psychotherapie. Psychiatrie Verlag, 2016

Manie und Depression

„Wenn Sie bipolar sind, hat Ihr Leben keine Kontinuität mehr. Die Krankheit hat Ihre Vergangenheit zerschossen, und in noch stärkerem Maße bedroht sie Ihre Zukunft.“ Thomas Melle erzählt von seiner Erkrankung, von persönlichen Dramen und langsamer Besserung – und gibt einen außergewöhnlichen Einblick in das, was in ihm vorgeht.

Thomas Melle: Die Welt im Rücken. Rowohlt, 2016