Dies & Das

Lektüre

Listen mit Büchern sind eine heikle Sache: Entweder werden die falschen Werke genannt oder die wichtigsten fehlen. Wir wagen es trotzdem – und haben Bücher ausgewählt, die man nach der Lektüre so schnell nicht wieder vergisst. Manche prägten schon Generationen von Psychiatern, andere sind noch ganz jung und entfalten gerade ihre Wirkung.

Wenn das Leben Kopf steht

„Ihre Tochter hat Schizophrenie“ – als Janine Berg-Peer diesen Satz hört ist in ihrem Leben von einem Tag auf den nächsten nichts mehr wie vorher. Selbstkritisch und mit großer Offenheit beschreibt sie, wie sie gemeinsam mit ihrer Tochter, manchmal auch gegen sie, lernt, mit deren Krankheit umzugehen.

Janine Berg-Peer: Schizophrenie ist scheiße, Mama! Fischer Taschenbuch, 2013

Der Klassiker von 1913

Mit seiner Allgemeinen Psychopathologie führte Karl Japsers eine neue Richtung in die Psychiatrie ein. Er unterschied darin „Verstehen“ und „Erklären“ und verband die geisteswissenschaftliche mit der naturwissenschaftlich-medizinischen Methodik. Sein Werk gilt als der Beginn der methodischen psychopathologischen Forschung – und gehört noch heute zur Pflichtlektüre eines jeden Psychiaters.

Karl Jaspers: Allgemeine Psychopathologie. Neunte unveränderte Auflage, Springer, 1973